Hallux valgus, Ballenzehe
Verformende Erkrankung des ersten Strahls im Fußbereich
Merkmale in fortgeschrittenem Stadium:
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Merkmale in fortgeschrittenem Stadium:
- Schiefstellung der Großzehe (Hallux valgus)
- weiteres Voranschreiten der Schiefstellung und Betreffen anderer Randzehen
- Großzehe kann zu einer rechtwinklig nach außen zeigenden, die benachbarten Zehen kreuzenden Längsachse werden
Für den Hallux valgus können, neben einer nur in Ausnahmefällen nachzuweisenden erblichen Veranlagung, zwei Ursachen unterschieden werden:
1. Der Spreizfuß: Die Verbreiterung des Ballenbereichs, eine andere Winkelstellung und somit eine schiefe Stellung meist der ersten Zehe, ist eine Folge des Einsinkens des vorderen Quergewölbes beim Spreizfuß.
2. Das falsche Schuhwerk: Das Tragen von falscher Fußbekleidung über Jahre hin, gilt eindeutig als Hauptursache für den Hallux valgus.
Eine leichte Spreizung der Zehen zueinander ist typisches Merkmal für den gesunden und natürlichen Normalfuß, heute allerdings nur noch in sehr wenigen Kulturen verbreitet – was interkulturelle Untersuchungen erwiesen haben.
Das dichte Aneinanderliegen der Zehen ist das übliche Bild in Bevölkerungsschichten mit westlich geprägtem Schuhwerk. Die natürlich strahlengerade Lagerung ist zu einer nur noch zehengeraden Lagerung geworden. Ausreichend dafür ist sogar das jahrelange, regelmäßige Tragen von Strümpfen, da die Zehen dabei leicht aneinander gedrückt werden, auch das Tragen zu enger oder zu kurzer Strümpfe beschleunigt den Vorgang.
Schuhe sollten dem Umriss der natürlichen Fußsohle entsprechen, die Meyersche Linie (nach Prof. Hermann von Meyer) aufweisen. Doch die Brandsohlengrundform des überwiegend getragenen Schuhwerks presst bzw. drängt die Zehen aus ihrer natürlichen Lage und führt so – bei regelmäßigem Tragen – zu einer bleibenden Verformung.
Frauen sind von den stärkeren Ausprägungen des Hallux valgus erwiesenermaßen am meisten betroffen. Grund hierfür ist sowohl das schwächere Bindegewebe der Frau als auch die ganz andere Ergonomie von Damenschuhen, die diese Fehlentwicklung begünstigen. Der übliche Herrenschuh verursacht durch seine Form in der Regel keinen Hallux valgus.
Drei Faktoren des Schuhwerks sind maßgeblich:
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1. Der Spreizfuß: Die Verbreiterung des Ballenbereichs, eine andere Winkelstellung und somit eine schiefe Stellung meist der ersten Zehe, ist eine Folge des Einsinkens des vorderen Quergewölbes beim Spreizfuß.
2. Das falsche Schuhwerk: Das Tragen von falscher Fußbekleidung über Jahre hin, gilt eindeutig als Hauptursache für den Hallux valgus.
Eine leichte Spreizung der Zehen zueinander ist typisches Merkmal für den gesunden und natürlichen Normalfuß, heute allerdings nur noch in sehr wenigen Kulturen verbreitet – was interkulturelle Untersuchungen erwiesen haben.
Das dichte Aneinanderliegen der Zehen ist das übliche Bild in Bevölkerungsschichten mit westlich geprägtem Schuhwerk. Die natürlich strahlengerade Lagerung ist zu einer nur noch zehengeraden Lagerung geworden. Ausreichend dafür ist sogar das jahrelange, regelmäßige Tragen von Strümpfen, da die Zehen dabei leicht aneinander gedrückt werden, auch das Tragen zu enger oder zu kurzer Strümpfe beschleunigt den Vorgang.
Schuhe sollten dem Umriss der natürlichen Fußsohle entsprechen, die Meyersche Linie (nach Prof. Hermann von Meyer) aufweisen. Doch die Brandsohlengrundform des überwiegend getragenen Schuhwerks presst bzw. drängt die Zehen aus ihrer natürlichen Lage und führt so – bei regelmäßigem Tragen – zu einer bleibenden Verformung.
Frauen sind von den stärkeren Ausprägungen des Hallux valgus erwiesenermaßen am meisten betroffen. Grund hierfür ist sowohl das schwächere Bindegewebe der Frau als auch die ganz andere Ergonomie von Damenschuhen, die diese Fehlentwicklung begünstigen. Der übliche Herrenschuh verursacht durch seine Form in der Regel keinen Hallux valgus.
Drei Faktoren des Schuhwerks sind maßgeblich:
- Absatzhöhe: Ein Absatz über drei bis vier Zentimeter verursacht einen verstärkten Druck auf den Vorderfußbereich. Somit kommt es zum einen zur Spreizfußbildung und zum anderen werden die Zehen unnatürlich in die Schuhspitze gedrückt.
- zu kurze Schuhe: Auch zu kurze Schuhe drängen die Zehen aus ihrer natürlichen Position. Einerseits bedingt das nicht nur den Hallux valgus, sondern andererseits auch Hammer- und Krallenzehen.
- zu enge Schuhspitzen: Die Zehen haben in zu engen Schuhspitzen nicht genügend Raum zur Seite und nach oben, sondern werden in eine Fehlstellung gezwungen. Eine bleibende Fehlstellung in den Fußgelenken ist die Folge. (Bei Frauen zeigt sich häufig eine Dreiecksform der Vorderfüße, die genau in spitz geformten Schuhvorderkappen passen.)
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- Vermeidung des regelmäßigen Tragens von Schuhen mit zu hohen Absätzen, zu engen oder allzu spitz zulaufenden Schuhspitzen.
- Tragen von unterschiedlichem Schuhwerk (meistens keine Schädigung, denn Füße sind durch die vielen Knochen sehr anpassungsfähig).
- Barfuß laufen hält die Füße gesund und gleichzeitig natürlich schön: Die Haut ist glatt und die Zehen stehen gerade. Fußgymnastik, Fußbäder sowie Bürstenmassagen unterstützen das und sind Ausgleich für die Ruhigstellung der Füße in den Schuhen.
Faustregel: Für den Alltag Schuhe mit niedrigem Absatz und mit genügend Bewegungsfreiheit für die Zehen; hochhackige Schuhe nur in Ausnahmefällen.
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- Fehlstellung der Großzehe
- Schmerzen im Ballenbereich
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a) Konservative Behandlung:
Im frühen Stadium kann unter Umständen eine Änderung im Auswählen von Schuhen (d.h. flaches und bequemes Schuhwerk bevorzugen), das Tragen von Zehenstegsandalen oder orthopädischen Schuhen mit speziellen Einlagen, Fußgymnastik (Zehen werden beweglich und Haltemuskulatur der Fußgewölbe wird gestärkt) sowie barfuß laufen helfen. Eine weitere Verschlimmerung der Fehlstellung kann so verhindert werden. Ein fortgeschrittener Hallux valgus kann allerdings nicht auf diese Weise verringert oder gar beseitigt werden.
b) Operative Behandlung:
Nur eine Operation kann im fortgeschrittenen Stadium des Hallux valgus (einhergehend mit deutlicher Fehlstellung der Großzehe und Schmerzen) helfen. Insgesamt gibt es ca. 150 verschiedene Methoden von denen etwa zehn im deutschsprachigen Raum gängig sind. Je nach Ausprägung des Hallux valgus und den damit verbundenen Beschwerden, wird ein passendes Verfahren ausgewählt. Die Durchtrennung des Mittelfußknochens in unterschiedlicher Schnittführung, die anschließende Verschiebung des zehenwärts gelegene Anteils des Mittelfußknochens in Richtung des zweiten Mittelfußknochens, das Einstauchen oder Fixieren der beiden Teile des Mittelfußknochens und das abschließende Geradestellen der Großzehe, ist bei fast allen Operationsmethoden gleich.
Bei zusätzlicher Arthrose im Grundgelenk der Großzehe (Hallux rigidus), ist diese zuerst zu behandeln. Es muss gesäubert und die Beweglichkeit wieder hergestellt werden oder in anderen Fällen, der geschädigte Gelenkanteil im Grundglied der Großzehe entfernt, in guter Stellung versteift oder ein künstliches Gelenk eingefügt werden.
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Im frühen Stadium kann unter Umständen eine Änderung im Auswählen von Schuhen (d.h. flaches und bequemes Schuhwerk bevorzugen), das Tragen von Zehenstegsandalen oder orthopädischen Schuhen mit speziellen Einlagen, Fußgymnastik (Zehen werden beweglich und Haltemuskulatur der Fußgewölbe wird gestärkt) sowie barfuß laufen helfen. Eine weitere Verschlimmerung der Fehlstellung kann so verhindert werden. Ein fortgeschrittener Hallux valgus kann allerdings nicht auf diese Weise verringert oder gar beseitigt werden.
b) Operative Behandlung:
Nur eine Operation kann im fortgeschrittenen Stadium des Hallux valgus (einhergehend mit deutlicher Fehlstellung der Großzehe und Schmerzen) helfen. Insgesamt gibt es ca. 150 verschiedene Methoden von denen etwa zehn im deutschsprachigen Raum gängig sind. Je nach Ausprägung des Hallux valgus und den damit verbundenen Beschwerden, wird ein passendes Verfahren ausgewählt. Die Durchtrennung des Mittelfußknochens in unterschiedlicher Schnittführung, die anschließende Verschiebung des zehenwärts gelegene Anteils des Mittelfußknochens in Richtung des zweiten Mittelfußknochens, das Einstauchen oder Fixieren der beiden Teile des Mittelfußknochens und das abschließende Geradestellen der Großzehe, ist bei fast allen Operationsmethoden gleich.
Bei zusätzlicher Arthrose im Grundgelenk der Großzehe (Hallux rigidus), ist diese zuerst zu behandeln. Es muss gesäubert und die Beweglichkeit wieder hergestellt werden oder in anderen Fällen, der geschädigte Gelenkanteil im Grundglied der Großzehe entfernt, in guter Stellung versteift oder ein künstliches Gelenk eingefügt werden.
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